Hirtenbrief von Bischof Bätzing

Zeit der Entscheidung - für uns und für die ganze Kirche

In seinem Hirtenbrief zum 1. Fastensonntag stellt Bischof Bätzing die entscheidende Frage: "Wie konnte es geschehen, dass in der Kirche, die den besonderen Auftrag hat, Jesus Christus als den Gekreuzigten zu bezeugen, nicht die Opfer mit ihrem Leid gesehen wurden, sondern vor allem versucht wurde, die Institution zu schützen? Wie weit ist das vom Anspruch des Evangeliums entfernt!"

Er stellt fest, dass die Menschen der Kirche deshalb auch nicht mehr glauben - deshalb sogar der Glaube an Gott erschwert oder gar zerstört wurde. Er dankt "all den glaubwürdigen und verantwortungsvollen Priestern, Seelsorgerinnen und Seelsorgern und den vielen ehrenamtlich für die Kirche Engagierten für ihr Bemühen um die Verkündigung und das gelebte Zeugnis christlicher Nächstennliebe" unter dieser "massiven Beeinträchtigung" durch die Institution. 

Die Amtskirche steht heute im Beichtstuhl und erkennt die eigene Gottesferne der letzten Jahrzehnte an.

Das gibt Mut zur Hoffnung, ist dies doch mal eine urchristliche Haltung und ein erster Schritt hin zu einem Neuanfang. Gemeinsam mit allen Gläubigen will sich Bischof Bätzing auf den Weg zu einer echten Erneuerung machen. Dabei hat auch er kein Patentrezept. Gelingen könne das, "wenn wir in diesen schwierigen Zeiten achtsam miteinander umgehen, Meinungen offen aussprechen und Konflikte in angemessener Weise austragen". Es werden die notwendigen Grundhaltungen benannt, wie  Mut  und  Experimentierfreude, Geduld und gegenseitiges Vertrauen, die es braucht,um sich gemeinsam auf den Weg hin zu einer glaubwürdigen Kirche zu machen. Der Brief endet mit der Hoffnung, dass sich Kirche erneuern kann "wenn wir uns der Wirklichkeit stellen und die Herausforderungen annehmen, die auf dem Tisch liegen".

Hier geht es zum Hirtenbrief.