Glaube im Alltag

Am 1.9. hat die Kirche den Weltgebetstag zur Bewahrung der Schöpfung gefeiert. Am 29.9. feiern wir die Schöpfung ökumenisch in Diedenbergen.

Papst Franziskus hat sich mit einem erneuten Schreiben an alle Gläubigen gewandt.

Das komplette Netzwerk von Gottes guter Schöpfung schwebt in akuter Lebensgefahr. Nicht zuletzt die schweren Brände im Amazonasgebiet haben uns die Dringlichkeit von raschen Maßnahmen vor Augen geführt. Aber auch die Abhängigkeit der einzelnen Glieder vom großen Ganzen, zu der die gesamte Menscheitsfamilie sich bekennen muss.

Wir alle sind hineingesetzt in dieses feine Netzwerk, in dem alles auf wunderbare Weise aufeinander abgestimmt ist. In dem alles voneinander abhängig ist.
Und dieses Netzwerk gilt es jetzt zu schützen.
Durch große Aktionen wie den weltweiten Klimastreik #AlleFürsKlima am 20.9. zur Vorbereitung des UN-Klimagipfels in New York, durch die große Amazonassynode vom 6. bis 27. 10., aber auch durch jedes kleine Engagement von jedem Einzelnen von uns und das Gebet der ganzen Kirche.

Lasst uns beten für das große Netz, das uns alle zusammen hält. Wir sind hier auf der Erde, auf Gottes Schöpfung, eingespannt zwischen Himmel und Erde. Hier ist der Platz, an dem wir Gott gewahr werden dürfen. "Alles ist miteinander verbunden" (Laudato si)

Herr, wir danken dir für alles Schöne, das uns in deiner Schöpfung begegnet, für das Feuer der Mohnblüte, das beruhigende Blau einer Kornblume und die üppige Pracht der Dahlien. Wie verschwenderisch bist du, Gott, wenn du uns Freude schenken willst!

Bewahre uns davor, dass wir alle Freude für uns allein haben wollen und anderen deine Geschenke vorenthalten.

Lass uns sorgsam mit der Schöpfung umgehen, mit Wald und Ackerland, mit Feld und Blumengarten, mit Wasser und Bodenschätzen, mit Pflanzen und Tieren. Lass uns ehrfürchtig und sorgsam damit umgehen - aber nicht sorgenvoll und ängstlich, als dürften wir deiner Fürsorge und Liebe nicht sicher sein.

Lass uns in deiner herrlichen Schöpfung dich, den Schöpfer, neu erkennen, der bei uns ist und über uns und in uns durch Christus, unseren Herrn. Amen.

(nach: Schöpfungsverantwortung in der Gemeinde: Umweltfibel, München 1990, 42)