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Im Gebet vereint

Am 5. Fastensonntag, dem Misereor-Sonntag, zeigt Jesus uns das Bild der Auferstehung - in seinem Freund Lazarus.
(Entzünden Sie eine Kerze und legen/stellen Sie ein Kreuz dazu.)
 
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
 
Lied: GL 275 oder 763
 
Jesus hat in seinem Tod am Kreuz ein für alle Mal den Tod überwunden und in seiner Auferstehung auch uns das Leben geschenkt. Verbunden mit allen, die am heutigen Sonntag Gottesdienst feiern, rufen wir ihn an:
- Herr, Du lässt Dich berühren von der Not der Menschen. –Herr, erbarme dich
- Du bist unsere Hoffnung. –Christus, erbarme dich.
- Von Deiner Liebe kann uns nichts scheiden.–Herr, erbarme dich.
 
Lasset uns beten: Jesus,in Dir ist Gott den Menschen ganz nahe gekommen. Du teilst unsere Sorgen und Nöte,unsere Ängste und Schwierigkeiten. Du gehst für uns und mit uns sogar in den Tod, damit wir niemals allein sind. Als der Auferstandene bist Du lebendig unter uns. Wir bitten Dich:
Komm durch die verschlossenen Türen unserer Häuser wie unserer Herzen und halte die Hoffnung in uns lebendig auf das Leben in Fülle, jetzt in unserer irdischen Welt und in Deiner Ewigkeit. Amen
 
Lied: GL 423
 
EVANGELIUM: Joh 11,1-45 (gekürzt)
In jener Zeit sandten die Schwestern des Lazarus Jesus die Nachricht: Herr, dein Freund ist krank. Jesus liebte Marta, ihre Schwester [Maria] und Lazarus. Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen. Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag. Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll. Jesus war im Innersten erregt und erschüttert. Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet? Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh! Da weinte Jesus. Jesus sagte: Nehmt den Stein weg! Marta, die Schwester des Verstorbenen, entgegnete ihm: Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag. Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? Da nahmen sie den Stein weg. Dann rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden, und lasst ihn weggehen!
 
Impuls
Der Fünfte Fastensonntag ist auch als Passionssonntag bekannt. In den letzten zwei Wochen der Fastenzeit sind wir Christen eingeladen, Jesus auf seinem Leidensweg zu begleiten. Das Evangelium des heutigen Sonntags ist hingegen schon ganz österlich: Jesus erweckt seinen toten Freund Lazarus wieder zum Leben. Das größte Wunder Jesu ist aber zugleich sein letztes. Von Betanien, wo seine Freunde zuhause sind, ist es nicht mehr weit nach Jerusalem, wo Jesus der Tod am Kreuz erwartet. Tod und Leben liegen in diesen Tagen ganz eng beieinander –wie damals bei Jesus so bei uns heute. Wir alle haben die erschütternden Bilder der Corona-virus-Krise im Kopf: der Militärkonvoi, der Särge aus Bergamo herausbringt, die Kranken, die in einem Madrider Krankenhaus auf dem Boden der Gänge liegen. Bilder des Leids und des Todes. Glücklicherweise ist die Situation hier bei uns im Moment nicht so schlimm wie andernorts. Aber auch Isolation und social distancing sind schmerzhafte Einschnitte in unser Leben. Vieles, was unser Leben sonst schön und erfreulich macht, ist nicht möglich.
Mors et vita duello conflixere mirando, so beschreibt die Sequenz (der Gesang vor dem Evangelium) des Ostersonntags das Geschehen der Kar-und Ostertage. „Es rang in wunderbarem Streit das Leben mit der Sterblichkeit“, heißt es in der deutschen Übersetzung (GL 778). Jesus, der „die Auferstehung und das Leben“ ist, nimmt den Kampf mit dem Tod auf. Nach seinem Sieg über den Tod ist der Auferstandene aber nicht nur einfach wieder lebendig wie vorher. Sondern er kann zu seinen Freunden kommen, auch wenn die aus Furcht die Türen abgeschlossen haben. Und so kommt Jesus mit Sicherheit auch durch die verschlossenen Türen unserer Tage – um uns als Sieger im Duell mit dem Tod das Leben zu bringen.
 
Credo: GL 3,4
 
Fürbitten: Christus, Du bist die Auferstehung und das Leben:
- Für die Kranken überall auf der Welt. –Wir bitten dich, erhöre uns!
- Für Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger und alle, die gegen die Ausbreitung des Corona-Virus kämpfen. –
- Für die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung. –
- Für die Familien, die nun eng zusammenrücken müssen, und für alle, die einsam sind. –
- Für unsere Verstorbenen. –
- [Persönliche Bitten]
Christus, schenke uns das Leben, das Du uns verheißen hast, heute und in Ewigkeit. Amen.
 
Vater unser...
 
Segen: Es segne und behüte uns/mich der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
 
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