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Wir beten für Klimagerechtigeit

Am Freitag den 24. April 2020 ist der nächste Klima-Aktionstag. Dieses mal nur im Netz. #NetzstreikFürsKlima

Dabei erinnern wieder abertausende Menschen daran, dass nicht nur das Corona-Virus die Gesundheit von vielen Menschen auf der ganzen Welt bedroht, sondern dass die alten Probleme noch lange nicht gelöst sind.

Die Klimakrise bedroht schon seit vielen Jahren die Gesundheit der weltweit Schwächsten, die zumeist am allerwenigsten an der Klimakrise beteiligt sind. Die Schwachen, die Gefährdeten, oder wie es heute so schön heißt: "die Risikogruppe" gilt es zu schützen – das gilt für die Opfer der Klimakrise genauso wie für die Opfer des Corona-Virus inclusive aller Nachfolgeschäden.

Immer noch leiden rund 800 Millionen Menschen weltweit unter Hunger. Jeden Tag sterben etwa 15.000 Kinder an vermeidbaren Krankheiten wie etwa Durchfall, die durch verunreinigtes Wasser oder mangelnde Hygiene hervorgerufen wurden. Zunehmende Dürren und unberechenbare Überflutungen verschlimmern in den letzten Jahren das Problem.  Die letzten fünf Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Und wieder bahnt sich auch hier in Deutschland ein Dürresommer an.

Wir haben es jetzt in der Hand: Unser Wirtschaftssystem baut sich gerade selber ab. Es gilt, einen Neubeginn zu gestalten. Wann, das weiß noch niemand, wie, da wurde schon viel in den vergangenen Jahren ausprobiert.

Im Evangelium erzählt Johannes von der rätselhaften Brotvermehrung. Fünf Brote und zwei Fische - für eine ganze Menschenmenge, die hungrig war. Nachdem Jesus das Dankgebet gesprochen hatte, durfte sich jeder nehmen. Es wurden alle satt. Und am Ende blieben 12 Körbe übrig, als Jesus zu seinen Jüngern sagte: "Sammelt die übriggebliebenen Brotstücke, damit nichts verdirbt."

... damit nichts verdirbt. Was macht so ein Satz aus der Bibel in einer Welt, in der ein Drittel der produzierten Lebensmittel auf dem Müll landet? Verdirbt. Weil es nicht groß oder klein genug ist, weil es Ecken und Kanten hat, weil es einfach nicht gefällt.

Lasst uns beten:

- Guter Gott, in unserem so fortschrittlichen und tollen Leben vergessen wir viel zu oft, was um uns herum passiert. Hilf uns, endlich den Mut zur Umkehr zu finden. Hilf uns bitte, dass wir in dieser so umfänglichen Krise, die so viele Dinge aus unserem Alltag in Frage stellt, neuen Mut finden, für das einzustehen, was wirklich wichtig ist im Leben.

Gesundheit, Freiheit, Gemeinschaft, Bildung, Hygiene, Solidarität mit den Gefährdeten

Wir bitten Dich:

für alle, die jetzt in der Politik Verantwortung tragen: dass sie weise Entscheidungen treffen, die das Leid aller Menschen im Blick hat.

für alle, die jetzt in der Wissenschaft Verantwortung tragen: dass sie ihre Erkenntnisse in den Dienst des Gemeinwohls stellen und verantwortungsvolle Empfehlungen geben

für alle, die jetzt in der Wirtschaft Verantwortung tragen: dass sie den Mut finden, neue Wege zu gehen, um einen wirklichen Fortschritt für alle Menschen zu erzielen

für alle, die sich um arme, um kranke und alte Menschen kümmern: dass sie ihren Dienst gewertschätzt wissen und diese Wertschätzung an ihre Schützlinge weitergeben können.

für alle, die für unser täglich Brot sorgen: dass sie wieder unsere Wertschätzung für die Gaben der Schöpfung in unserem Handeln entdecken können und so mit neuer Kraft am Erhalt von Gottes guter Schöpfung arbeiten können.

für alle, die sich um unsere Kinder kümmern: dass sie die Sehnsüchte unseres Nachwuchses sehen nach Freundschaft, nach Nähe, nach Geborgenheit, nach Entdeckungen, nach Abenteuern auf dem Weg ins Leben.

für alle, die einfach mit ihrem Job zum Erhalt des täglichen Lebens beitragen: dass sie dies verantwortungsvoll im Sinne des Gemeinwohls tun, das niemanden ausgrenzt oder in Gefahr bringt.

für alle, die einsam, krank oder sterbend sind: gib ihnen jemanden an die Seite, das Leid zu lindern.

Wenn wir so als Menschheitsfamilie alle im Blick haben, dann werden alle satt. Und es bleiben am Ende noch 12 Körbe voll übrig. Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen