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Kinderkirche

Heute hören wir von Paul, der mit seinem ganzen Frust alleine unterwegs ist - bis er jemandem auf dem Weg begegnet.
 
Guten Morgen, ein neuer Corona-Sonntag und wir feiern wieder Kinderkirche zuhause. Habt ihr eure Jesus-Kerze angezündet? Alle im Kreis platzgenommen, die mitspielen wollen? Mama, Papa, Bruder, Schwester, Hund, Katze, Maus?
 
Wir lassen uns doch von so einen Virus die Laune nicht verderben. Also, singen wir dafür umso lauter alle zusammen:
 
 
Habt ihr schon die Gebetsuhr gebastelt? Wer noch keine hat, hier könnt ihr den Bogen herunterladen. Die Gebete könnt ihr bunt anmalen, den Stern ausmalen und mit einer Musterbeutelklammer in der Mitte befestigen. Und dann kommt wieder die Frage: "Wer möchte denn heute die Gebetsuhr drehen?"
 
Wir beginnen unsere Kinderkirche also mit dem Kreuzzeichen: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen“
 
.... Gebet von der Gebetsuhr .....                                                                                                                                                                                Hier geht´s zum AUSMALBILD.
 
Neulich war Paul so richtig wütend! Seit Wochen ging das jetzt schon so!! Kein Fußball mehr, der Verein hat Pause. Dürfen nicht spielen wegen Corona. Sein Lieblingsspielplatz um die Ecke – fein säuberlich mit Flatterband abgesperrt. Als er die Tage mal träumend das Klettergerüst betrachtet hat, kam gleich der Nachbar vorbei, ihn daran zu erinnern, dass er bloß nicht den Spielplatz betreten dürfe.
 
Seine Freunde hat er seit Wochen nicht mehr gesehen. Am Anfang haben sie noch telefoniert und miteinander übers Internet Computer gespielt. Aber so richtig viel Spaß macht das auch nicht mehr.
 
Neulich mochte Paul nicht mehr. Er hat sich so schlimm gestritten mit seiner Mama, dass er einfach gegangen ist. Tür zu – peng – tschüss……
So trottete er also durch die Stadt. Den Weg kannte er gut, schließlich ist er im vergangenen Sommer in die Schule gekommen und ging seitdem jeden Morgen stolz mit seinem coolen Schulranzen hin und mittags wieder zurück.
 
Jetzt waren die Straßen ganz leer. Alle seine Freunde waren nicht dabei. Wie seit Wochen schon. Da kam plötzlich ein größerer Junge vorbei. Hat sich zu ihm gesellt und ist mitgelaufen. Was er denn hier mache, hat der große Junge gefragt. „Naja, was wohl. Ich lauf hier halt. Was soll ich denn sonst tun, den ganzen Tag?“ antwortete Paul. Und plötzlich kamen die ersten Tränchen. Er erzählte dem Jungen, wie blöd alles gerade war, wie es zuhause lief, wie er alles vermissen würde, sein Fußball, seine Freunde, seine Oma, seine Lehrerin. Der Junge hat nur zugehört. Als Paul von all den lieben Menschen erzählte, die er so vermisst, wurde ihm ganz warm ums Herz. Dieser Junge gab ihm ein Gefühl, dass all diese Sorgen, die Paul auf dem kleinen Herzchen lagen, bei ihm gut aufgehoben sind.
 
Als sie an einer Bank vorbeikamen, setzten sich die beiden. Der große Junge kramte ein verbeultes Pausenbrot aus der Tasche und teilte es mit Paul. Schweigend saßen die beiden so eine ganze Weile beieinander und aßen das Brot.
 
Plötzlich kam seine Mama. Sie hat Paul einfach nur in die Arme geschlossen, und gemeinsam sind sie wieder nach Hause gegangen. Dieses mal war Paul ganz leicht ums Herz.
 
Und jetzt, wenn ihm zuhause alles zu viel wird, dann macht er sich ein Pausenbrot, setzt sich auf die Bank in der Stadt, und wenn jemand dort sitzt, dann teilt er sein Brot. Dann fühlt es sich an, als säße der große Junge wieder bei ihm. Und nimmt die großen Sorgen von seinem kleinen Herzen.
 
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So eine Geschichte steht auch in der Bibel. Nachdem Jesus am Kreuz gestorben ist, sind die Jünger auch unterwegs und frustriert. Da kam ein Mann dazu und sie erzählten ihm seine Sorgen.
Auch die haben miteinander das Brot geteilt. Und als dieser Mann es genauso mit den gleichen Gesten und dem gleichen Gefühl machte, wie es war, als sie mit Jesus aßen, da wussten die Jünger plötzlich, dass Jesus mitten unter ihnen saß. Er war nicht tot, sondern ganz in echt und wirklich bei ihnen. So, wie der große Junge bei Paul, der ihm auch wie damals die Sorgen vom Herzen genommen hat.
 
 
Wollen wir das auch mal machen? Pausenbrot teilen? Ihr habt doch bestimmt eure Brotdose aus der Schule oder dem Kindergarten noch irgendwo. Macht euch doch, wie sonst, auch mal ein Pausenbrot. Und dann teilt ihr das. Mit Mama, mit Papa, mit Buder oder Schwester oder Hund oder Katze oder Mehrschweinchen oder den Vögeln. Und immer, wenn wir das Brot teilen, erinnern wir uns daran. Dass da einer ist, bei dem unsere Sorgen gut aufgehoben sind. All die großen und kleine Sorgen, die auf unserem Herzen lasten.
 
Macht´s gut, kommt gut durch die Woche und bis zum nächsten Sonntag!
 
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