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Maiandacht Schutzmantelmaria

Der Mai ist vielen auch als Marienmonat bekannt. Wo man Kerzen und Blumen an kleinen Marien Altären zuhause aufgestellt hat.

In meiner Heimat sind wir jeden Sonntag zur Wallfahrtskirche in unserem Ort gelaufen, um dort die Maiandacht zu feiern. Daran erinnere ich mich immer wieder gerne.

Beginnen wir unsere Andacht mit dem Kreuzzeichen:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: Sagt an, wer ist doch diese GL 531

Einführung:
Wir erleben seit Wochen eine schwierige Zeit, wir müssen andere und uns schützen, leider hat dies sogar ein Kontaktverbot zur Folge. Das löst Unsicherheit und Ängste aus. Doch als Christen wissen wir, Gott ist in allen Lebenslagen da, ER gibt uns Halt. ER gibt uns Maria zur Mutter an die Seite, die ihren Mantel zum Schutz über uns hält. Bei ihr sind wir geborgen, denn sie spricht mit uns in der Sprache der Gottesliebe. Die himmlische Sprache ist die der dienenden Liebe, die aus dem Himmel kommt. Das bedeutet: wer aus Gott geboren ist, spricht die Sprache der Liebe.
 
Gebet:
Gott, Ursprung des Himmels und der Erde, der du alles instand hälst und alles mit deiner Liebe erfüllen willst,
wir bitten dich, dass wir deinen Sohn in unserem Leben zulassen.
Durchdringe uns mit deinem Geist, damit wir die Sprache der dienenden Liebe sprechen durch Christus, unseren Herrn. Amen.
 
Lied: Lasst uns erfreuen herzlich sehr GL 533
 
Evangelium (Lk 1,26 ff)
Wir hören vom Anfang des Heils durch Maria:
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazareth zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Hause David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Frohe Botschaft unseres Herrn, Jesus Christus
 
Schutzmantelmadonna:
Im christlichen Mittelalter gab es ein eigenartiges aber sehr menschliches Gesetz:
Angesehene und einflussreiche Personen, besonders Frauen, konnten Verfolgten unter ihrem Mantel Schutz gewähren und für diese um Gnade bitten. Eine solche Bitte wurde meistens erhört, und die Verfolgten waren dadurch gerettet. Der Mantel des sich erbarmenden Menschen bedeutete für viele schuldig Gewordene Bewahrung vor schweren Strafen oder gar die Rettung vor dem sicheren Tod.
Ebenso galt im ganzen Land das Gesetz:
Kinder, die keine Eltern hatten oder von ihnen verleugnet wurden, konnten adoptiert und anerkannt werden, wenn ein bestimmter Vater sich bereitfand, diese Kinder unter seinen Mantel zu nehmen. Der Mantel eines echten gütigen Vaters bedeutete für ungezählte namenlose Kinder Befreiung aus Elend und Rechtlosigkeit, Schutz und Geborgenheit für immer.
 
Im 12. Jahrhundert übertrug die Kirche diese Vorstellung vom Schutzmantelrecht gleichsam bildhaft auf Maria.
Die Christen waren fest überzeugt: Gott will, dass Menschen mitwirken dürfen am Heil und an der Erlösung der Welt. Sie tun dies nicht aus eigener Kraft; sie tun dies in der Kraft dessen, den Maria auf ihrem Arm trägt, in der Kraft - Jesu Christi.
 
Das Kind Jesus legt die eine Hand voll Vertrauen um den Hals seiner Mutter. Mit der anderen Hand hält es - wie Maria - den Mantel weit offen für Hilfe Suchende. Sie halten also gemeinsam den Manel auf! Die Menschen aller Stände drängen sich unter den Schutz von Mutter und Kind. Die einen schauen hoffnungsfroh auf zu Maria. Die anderen blicken auf Jesus. Sie wissen: Jesus lässt uns niemals allein, auch nicht Maria, die "Mutter von allen".  (Text: Theo Schmidkonz, SJ)
 
Wir stehen nun in Zeiten von Corona wieder vor einer großen Herausforderung und suchen Schutz und Hilfe. Nehmen Sie in diesen Tagen das Andachtsbildchen aus der Kirche mit der Schutzmantelmadonna in ihre Hand, wir dürfen darauf vertrauen, dass wir behütet und geborgen sind.
 
Fürbitten:
Auf die Fürsprache der heiligen Gottesmutter wollen wir Christus anrufen:
Hilf uns, die Sprache des liebenden Dienens zu sprechen, die vom Geist ausgeht, der uns als Helfer versprochen ist.
Christus höre uns
 
Hilf uns diese schwierige Zeit von Kontaktverbot, die Einsamkeit und Ängste auslösen kann, im Vertrauen auf Gott zu überwinden.
Christus höre uns
 
Hilf allen Menschen, die in dieser schwierigen Zeit für andere da sind, dass sie den Mut und die Hoffnung nicht verlieren.
Christus höre uns
 
Hilf uns mit Liebe und Geduld einander zu begegnen.
Christus höre uns.
 
Schenke allen, die zu dir heimgekehrt sind die liebende Vergebung und zeige ihnen dein Erbarmen.
Christus, höre uns.
 
Herr, Jesus Christus sporne uns an und erhalte in uns das Feuer der Hoffnung auf eine bessere Zukunft für alle. Dir sei Dank und Lob in Ewigkeit. Amen.
 
Herr, Jesus Christus, wir nehmen alle Menschen die in unserem Herzen eine Platz haben in das Gebet hinein, das du uns zu beten gelernt hast.
Vater unser:
 
Gebet und Segen
Gott hat sein tiefstes, letztes, schönstes Wort im fleischgewordenen Wort in unsere Welt hineinesagt.
Und dieses Wort heißt:
Ich liebe dich, du Welt, du Mensch.
Ich bin da: Ich bin bei dir.
Ich bin dein Leben.
Ich bin deine Zeit.
Ich weine deine Tränen.
Ich bin deine Freude.
Ich lege meinen schützenden Mantel um dich.
Fürchte dich nicht!
 
Das gewähre uns der liebende, schützende Gott.
Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
 
Lied: Segne du Maria GL 535
 
Maria mit dem Kinde lieb,
uns allen deinen Segen gib.