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Im Gebet vereint

Hausgottesdienst am Pfingstsonntag (A) - vom Heiligen Geist, der uns immer wieder auf´s Neue packt.

Sie können den Hausgottesdienst auch hier ausdrucken.

(Entzünden Sie eine Kerze und legen/stellen Sie ein Kreuz, eine Ikone oder ein Bild mit der Kreuzdarstellung dazu)

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: GL 351

Wir feiern heute an Pfingsten das dritte Hauptfest des Kirchenjahres. Sein Name bedeutet „fünfzigster Tag“. An diesem fünfzigsten Tag nach Ostern vollendet und krönt Christus das Heilswerk: Der Auferstandene und zum Vater Erhöhte sendet uns den Heiligen Geist. In diesem Geist bekennen wir uns zu Christus und rufen:
Du bist der Sohn des lebendigen Gottes. – Herr, erbarme dich.
Du sendest die Kraft aus der Höhe. – Christus, erbarme dich.
Du wirst wiederkommen in Herrlichkeit. – Herr, erbarme dich.

Lasset uns beten:
Allmächtiger, ewiger Gott, durch die Ausgießung des Heiligen Geistes stärkst du deine Kirche auf der ganzen Welt. Erfülle alle Menschen mit den Gaben des Heiligen Geistes, und was deine Liebe am Anfang der Kirche gewirkt hat, das wirke sie auch heute in den Herzen aller, die an dich glauben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus. Amen.

Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 2,1-11)
Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten: Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:
Parther, Meder und Elamíter, Bewohner von Mesopotámien, Judäa und Kappadókien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrýgien und Pamphýlien, von Ägypten und dem Gebiet Líbyens nach Kyréne hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselýten, Kreter und Áraber – wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

Lied: GL 787

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes (Joh 20,19-23)

Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!
Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.

Impuls

Wenn wir die beiden Schrifttexte über das Pfingstereignis vergleichen, erkennen wir – wie an vielen anderen Stellen in den Evangelien –, dass die Verfasser sich nicht als Reporter verstanden, die historische Ereignisse möglichst genau beschreiben wollten. Wer daher dem Glaubenszeugnis der Bibel kritisch gegenübersteht, findet in den gegensätzlichen Schilderungen einen weiteren Grund für seine Ablehnung. Ist man allerdings offen für die eigentliche Botschaft hinter den schieren Fakten, gewinnt man einen ganz neuen, tieferen Zugang zum Pfingstgeschehen, indem man die beiden Berichte als Ergänzungen betrachtet.

Denn die Situation ist doch jeweils grundverschieden: Im Evangelium erleben wir eine zärtliche, fast intime Szene zwischen Jesus und den Jüngern. Er haucht sie an, nachdem er ihnen seine Wunden gezeigt hat. Alle sind in einem abgeschlossenen Bereich unter sich und man spürt die Freude und Geborgenheit, von welcher die Jünger bei dieser Begegnung erfasst sind.

Dagegen beschreibt die Apostelgeschichte handfest und voller starker Bilder von Naturgewalten die Außenwirkung des Heiligen Geistes. Keiner der Jünger hätte sich an diesem Tag beim Aufwachen vorstellen können, was ihn später erwarten und antreiben würde. Die Dynamik packt alle; Sprecher und Angesprochene werden wie in einem Wirbel davongerissen.

Erst beide Situationen zusammen zeigen uns die ganze Wahrheit: Der Heilige Geist schafft Nähe und Intimität, aber er steckt ebenso zum befreiten Leben und Handeln an. Und er weht wo er will. Zwar sind wir seit unserer Firmung mit dem Heiligen Geist besiegelt, aber wir müssen uns von ihm immer neu überraschen lassen; er kommt durch unsere verschlossenen Türen und krempelt unsere Pläne um. Wie bei allem, was mit dem Himmelreich zu tun hat, können wir auch von seinem Wirken keine Vorräte anlegen, von denen wir dann zehren. Also brauchen wir auch als Gefirmte immer wieder neu das Pfingstereignis – heute und morgen, ein Leben lang.

Fürbitten:
Zu Christus beten wir in dieser bedrängten Zeit um die Gaben des von ihm gesandten Beistands:

  • Um den Geist der Weisheit für uns und alle, die in den vielen Gegensätzen vermitteln und versöhnen wollen. – Christus, höre uns.
  • Um den Geist der Einsicht für uns und alle, die Zusammenhänge verstehen und Vereinfachungen aufdecken wollen. –
  • Um den Geist des Rates für uns und alle, die anderen helfen wollen oder sich helfen lassen. –
  • Um den Geist der Stärke für uns und alle, die das Gute und Richtige gegen Widerstände erreichen wollen. –
  • Um den Geist der Erkenntnis für uns und alle, die in Wissenschaft und Medizin zum Wohl der Menschen forschen wollen. –
  • Um den Geist der Gottesfurcht für uns und alle, die der Versuchung widerstehen wollen, sich selbst für den Mittelpunkt der Welt zu halten.
  • Um den Geist der Liebe und Hinwendung zu den Menschen für uns und für Moritz Hemsteg, der gestern im Limburger Dom die Priesterweihe empfangen hat. –

Denn du hast uns diesen Geist als Lebensspender geschenkt und führst uns durch ihn zum Vater, mit dem du lebst und herrschst in Ewigkeit. Amen.

Vater unser…

Segensbitte:

Der Herr, unser Gott, schenke uns:
das Feuer seines Geistes, die Wärme seines Herzens,
den Frieden seiner Worte, die Spuren seiner Gegenwart,
das Ahnen seiner Barmherzigkeit.
Weiterhin schenke er uns:
einen scharfen Verstand, die rechte Urteilskraft
die notwendige Einsicht sowie die erforderliche Kraft zum Handeln.
Zu all unserem Tun schenke er uns seinen reichen Segen.
Dies gewähre uns der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Lied: GL 348

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Zu den vorherigen Gebeten und Hausgottesdiensten:
Hausgebet zum Palmsonntag
 
 
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