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St. Elisabeth - unsere neue Patronin

Applaus von den Balkonen - dieses Bild ging in die kollektive Erinnerung des Anfangs der Corona-Krise ein. Applaus für alle die, die im Gesundheitssystem und in der Aufrechterhaltung unserer Versorgung tagtäglich tapfer ihren Mann und ihre Frau gestanden haben.

Elisabeth von Thüringen, die Heilige, die wir uns gerade als Patronin unserer neuen Großpfarrei aus Hofheim, Eppstein und Kriftel gewählt haben, und deren Namenstag wir am 19.11. feiern, das wäre eine, der hätten wir auch Applaus gezollt.

Damals, vor ca. 800 Jahren, war es nach schweren Missernten zu einer großen Hungersnot gekommen und so waren Krankheitserregern Tür und Tor geöffnet, die über die geschwächten Menschen herfielen. Bitterste Armut, Hunger und Siechtum lag in den Straßen.

Und nun waren es nicht die großen Herrscher und Bischöfe, die die Kornspeicher öffneten, sondern es war Elisabeth, die ihren Witwenanteil gab. Die bei den Menschen war, die in bitterster Not waren. Die sich hingebungsvoll um die Wunden der Leprakranken und die Kinder der Verstorbenen gekümmert hat. Gut bekommen ist ihr das nicht. Viel zu jung ist sie völlig ausgemergelt und selber erkrankt gestorben.

Selbst zur damaligen Zeit ist sie erstaunlich schnell von den Mächtigen der Welt in die Heiligkeit erhoben worden. Applaus von den Balkonen. Mit so aufopferungsvollen Menschen schmückt man sich gern.

Elisabeth hätte heute wirklich unseren Applaus verdient!

Applaus als Wertschätzung für die, die das Notwendige tun. Leider war die Wertschätzung im Sommer, wo es plötzlich nicht schnell genug überall wie früher sein musste, auch schnell wieder vergessen.
Und heute? Heute blicken wir auf die Beatmungsgeräte, die im Frühjahr für viel Geld angeschafft wurden, und die Menschen fehlen, die diese Geräte bedienen. Heute kommen die Menschen in den Gesundheitsämtern an ihre Kapazitätsgrenzen, da kaum zusätzliches Personal angestellt wurde. Heute rufen Pflegeheime den Pflegenotstand aus, weil die Menschen fehlen, die unsere Alten pflegen. Denn auch all diese Menschen werden krank. Ob man das in den Berechnungen übersehen hat?

Aber Elisabeth kann uns in diesen Tagen auch Mut machen. Elisabeth hat ihr Handeln aus ihrem tiefen Glauben in Gott begründet. "So also, Herr, willst du mit mir gehen", das soll sie gesagt haben, als sie ihre Berufung gefunden hatte. Das hat ihr Mut gegeben. Gott hinter sich zu wissen. Diesen Weg zu gehen, der so von Leid und Kummer geprägt war.

Gott pustet nicht einfach das Virus von der Welt, dass es so plötzlich, wie es gekommen ist, irgendwann wieder weg ist. Aber Gott tut das Seine dazu, damit wir den Umgang mit dem Virus lernen. Als nichts mehr ging, im Frühjahr, konnten wir noch so viel tun, indem wir zuhause geblieben sind. So einfach wird es jetzt nicht mehr, aber auch jetzt bleiben uns immer noch viele Dinge, die wir tun können.

Es kommt jetzt auf jeden von uns an, auf unser Handeln. Nicht Politiker, nicht Wissenschaftler, erst recht nicht die immer so gerühmte künstliche Intelligenz können dieses Virus aufhalten. Sondern WIR. Jeder von uns! Auf unsere SOZIALE Intelligenz kommt es an.

Achten wir aufeinander, nicht misstrauisch und uns gegenseitig die Schuld in die Schuhe schiebend, sondern achtsam miteinander umgehen. Was braucht denn der oder die gerade, die da vor mir steht? Wo ist mein Platz in dieser Krise? Lasse ich es bei dem Applaus bewenden? Oder handele ich auch aktiv? Jede und jeder von uns kann etwas tun.

Horchen wir doch mal in unser Herz und hören, was oder wen wir darin finden.

In diesem Sinne - Heilige Elisabeth, bitte für uns!