Wind of change - Pfingsten

WIND OF CHANGE - PFINGSTEN
 
"Take me to the magic of the moment, on a glory night. Where the children of tomorrow share their dreams, With you and me"
 
So lautet der Refrain des weltberühmten Songs der Scorpions zum Fall der Mauer. Eine Zeit voll Hoffnung, voll Aufbruchsstimmung.
Auch heute brauchen wir wieder so einen "Wind of change". Nach 30 Jahren sind Ost und West immer noch nicht wirklich zusammen gewachsen. Die Schere zwischen arm und reich wird immer größer, der Klimawandel bedroht die Lebensgrundlage unserer Kinder auf der ganzen Welt und  Parolen über Ausländer werden plötzlich wieder gesellschaftsfähig.

Bald feiern wir in der Kirche Pfingsten, das Fest, in dem der Heilige Geist auf die Jünger herabfährt. Man bezeichnet diesen Geist ja auch häufig als Wind. Wind, der die Gedanken frei weht, vielleicht auch ein Sturm, der alles zerstört, aber dafür auch den Weg frei räumt für Neues. Nach dem man erstmal wieder Ordnung ins Leben bringen muss. Auch in der katholischen  Kirche ist dieser „Wind of change“ notwendig wie selten.
 
Lassen wir uns doch einmal darauf ein. Wo weht denn etwas in unserer Gesellschaft? In der Kirche? Wo gibt es Aufbrüche, die sich auf den Weg machen, hin zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft? Nachbarschaftsinitiativen, die sich gegen die Vereinsamung stellen, Mehrgenerationengemeinschaften, die Alt und Jung wieder zusammenbringen, Unternehmen, die sich aktiv für das Gemeinwohl einsetzen. Jugendliche, die für ihre Zukunft auf die Straße gehen. Kirchengemeinden, die gemeinsam mit anderen Initiativen die Schöpfung bewahren und sich für weltweite Gerechtigkeit einsetzen. Ernährungsräte, die sich in Großstädten für urbane Landwirtschaft stark machen. Der Geist weht nicht nur in der Kirche. Er funkt auf vielen Frequenzen.
Lassen wir uns doch mal treiben. Setzen wir die Segel und schauen, wohin der Wind uns weht. Nehmen wir „the magic of the moment“ mit in unser Leben. Und hören einmal, wohin Gott uns führen möchte. Denn ohne Segel, das den Wind auch einfängt, kann der Wind wehen, wie er will. Wir werden ohne eigenes Zutun nicht vom Fleck im Leben kommen.

Und dann, wenn die Zeit reif ist, dann dreht sich das Segel in den Wind. Dann passiert etwas. Wenn genügend kleine Segel sich positionieren, dann nimmt das Schiff plötzlich Fahrt auf. Und dann ist da diese Magie in der Luft.
Wie in dieser einen Nacht im November vor 30 Jahren. „Das tritt… nach meiner Kenntnis… ist das sofort. Unverzüglich.“
Und plötzlich ist die Mauer auf.
 
Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen“.
Wir wollen doch nicht die sein, die Mauern bauen. Zum Glück haben wir unsere Mauern vor 30 Jahren niedergerissen.
In diesem Sinne sei allen ein gutes und vor allem „windiges“ Pfingstfest gewünscht!
 
Pfingsten feiern wir in unserer Pfarrei zu folgenden Zeiten:
Pfingstsonntag
  9:15 Uhr St. Vitus Kriftel, "Ragtime-Messe" mitgestaltet vom Kirchenchor, mit Juniorkirche
11:00 Uhr St. Peter und Paul
11:00 Uhr St. Bonifatius mit Kinderwortgottesdienst
Die Kollekte ist für Renovabis, die sich mit der Aktion "Herzensbildung" in diesem Jahr für Bildungsinitiativen in Osteuropa einsetzt.
 
Pfingstmontag
11:00 Uhr Maria Frieden, Diedenbergen
11:00 Uhr Bonifatiuskapelle Kriftel, ökumenischer Familiengottesdienst mit anschl. Picknick. "Gott macht Mut"
11:00 Uhr St. Bonifatius Marxheim, Firmung mit Weihbischof Dr. Löhr
11:00 Uhr Bergkapelle Hofheim, ökumenischer Gottesdienst, mitgestaltet vom Gospelchor der Johannesgemeinde