Ehrenamtsfest

Das diesjährige Ehrenamstfest stand im Licht der Barmherzigkeit und der Gemeinschaftlichkeit. Dem hat das Wetter keinen Abbruch getan.

Die biblische Zahl Sieben begleitete uns durch den Nachmittag. Es waren wieder alle helfenden Hände, alle mitdenkenden Köpfe, alle laufenden Beine eingeladen, die zu einem guten Gelingen der kirchlichen Arbeit unserer Gesamtpfarrei beitragen. Der Pfarrgemeinderat hat zum zweiten Mal seit Gründung der fusionierten Pfarrei St. Peter und Paul Hofheim-Kriftel nach Marxheim eingeladen in die Klarastraße, wo sonst das Café Garten Eden seine Pforten öffnet. Wetterbedingt mussten wir nach drinnen ins Gemeindezentrum umziehen, was die Vorfreude aber nicht getrübt hatte.

Jeder bekam zur Begrüßung ein Puzzleteil, das im gemeinsamen puzzeln an seinen Platz gefunden hat. Und nach und nach entstand so ein schönes Gesamtbild aller unserer "Kirchtürme", an denen jeder Einzelne für sich verortet ist. Sieben Kirchen, sieben gemsichte Tischgruppen. Und im Verlauf des Nachmittages kamen noch die Sieben Werke der Barmherzigkeit hinzu. Jede Gruppe bekam einen kurzen Text, um den es galt, sich Gedanken zu machen und es hinterher gestalterisch darzustellen. Wir waren alle ganz beeindruckt, was da für tolle Kunstwerke entstanden sind.

Schöne Gedanken, die uns wieder gezeigt haben, warum wir das alles, was wir hier machen, so gerne tun. Barmherzigkeit dem Anderen gegenüber zeigen, mit dem Nächsten, dem es nicht so gut geht, mitgehen. So entsteht Gemeinschaft, die bei aller Unterschiedlichkeit sich doch dem Einen verpflichtet fühlt.

Zum Abschluss haben wir dann gemeinsam in der Kirche St. Georg Gottesdienst gefeiert.

 

DIE SIEBEN NEUEN WERKE DER BARMHERZIGKEIT

Du gehörst dazu
Auch wenn du vielleicht nicht "in" bist,
auch wenn du dich überflüssig fühlst,
auch wenn du nicht mithalten kannst:
Für Gott bist du kostbar und wertvoll!
Und das will ich dich spüren lassen.

Ich höre dir zu
Auch wenn so vieles mich ablenken will,
auch wenn ich gern lieber selbst reden würde,
auch wenn ich selbst "randvoll" bin:
Du bist mir wichtig!
Und das will ich dir zeigen, indem ich dir aufmerksam zuhöre.

Ich rede gut über dich
Auch wenn die anderen losschimpfen,
auch wenn es mir schwer fällt, nicht mitzumachen,
auch wenn ich deine Schwächen kenne:
Ich weiß um deine Würde!
Und deshalb will ich das Gute in dir sehen und zur Sprache bringen.

Ich gehe ein Stück mit dir
Auch wenn es mich etwas kostet,
auch wenn ich selbst Sorgen genug habe,
auch wenn ich selbst nach dem Weg suchen muss:
Ich will dir Nähe schenken.
Und darum begleite ich dich.

Ich teile mit dir
Auch wenn ich selbst nicht viel habe,
auch wenn es einen Verzicht bedeutet,
auch wenn ich nicht weiß, wie du reagieren wirst:
Ich will mir deine Not zu Herzen gehen lassen.
Und deshalb gebe ich dir etwas von mir.

Ich besuche dich
Auch wenn ich nur wenig Zeit habe,
auch wenn ich mir einen Ruck geben muss,
auch wenn noch so viel anderes zu tun wäre:
Du sollst wissen, dass jemand an dich denkt.
Und darum mache ich mich auf zu dir.

Ich bete für dich
Auch wenn es dir vielleicht fremd ist,
auch wenn es mich Mut kostet, dir das zu sagen,
auch wenn du es kaum glauben kannst:
Gott hat einen Plan für dein Leben.
Und ich bitte ihn, dass du seine Liebe darin entdecken kannst.

(Sr. M. Caja Bernhard)