Familienwallfahrt nach Assisi

22 Erwachsene und 21 Kinder im Alter von 7-15 Jahren waren mit Pfarrer Gros in diesem Jahr auf den Spuren des hl. Franziskus in Assisi unterwegs.

Assisi ist durch seine Lage, mit dem Wetter Mittelitaliens und durch die weite Ebene zwischen den umbrischen Hügeln gesegnet. Nicht zu vergessen: das gute Essen, die vielen Sehenswürdigkeiten und das italienische Flair in der Stadt, waren  unvergessene Augenblicke in der Altstadt und Umgebung. Die Ankunft in Assisi am späten Nachmittag, angestrahlt von der Abendsonne, auf einem vorgelagerten Hügel vor dem Monte Subasio gelegen, enthüllte uns bereits von Weitem einen atemberaubenden Anblick. Die Häuser wie Schwalbennester auf den terrassenartigen Höhen gebaut, die unzähligen, verwinkelten Gassen mit ihren Licht- und Schattenspielen, die vielen Türme, die wie zufällig verteilte Kerzen auf einem Kuchen in die Höhe ragen. Und an beiden Enden der Stadt die mächtigen Basiliken San Francesco und Santa Chiara, Begräbnisstätten der beiden zentralen und allgegenwärtigen Heiligen von Assisi. Aber am beeindruckendsten war die Basilica Santa Maria degli Angeli, zu Füßen der Stadt Assisi gelegen. Dort liegt nämlich die Porziuncola. Der Ort, an dem der Große Heilige den Franziskanerorden gründete und starb. Eine aus Steinen errichtete Kapelle mit Wandmalereien, über der die große Basilika als Schutz und Verehrung gebaut wurde.

Ob in der ältesten Kathedrale der Stadt (Santa Maria Maggiore) oder im außerhalb gelegenen Olivenhain von San Damiano wurde das Feiern der hl. Messen an diesen historischen und stimmungsvollen Stätten zu besonderen Besinnungsorten. Im ca. 60 km südlich von Assisi gelegenen Terni, in der Romita die Cesi, lebt noch heute ein Einsiedler ganz nach dem modernen Vorbild von San Francesco. Frate Bernardino hat in den 1990er Jahren mit einigen Gefährten das heruntergekommene Kloster wiederaufgebaut und belebt, in dem er für Wanderer eine Unterkunft und Einkehr-/Ruhestätte bietet. Ein 81-jähriger, leicht gebeugter kleiner Mann mit Stock und wilden abstehenden Haaren begrüßt uns in sehr gutem Deutsch. Im Innenhof, im Schatten eines großen, alten Baumes speisten wir zu Mittag – einfach zubereitet, aber geschmacklich nicht zu übertreffen. Nach dem Kaffee erzählt Fra‘ Bernardino den Kindern noch wie er damals das Kloster vorfand, es mit seinen Gefährten aufbaute und wie sie es heute bewirtschaften. In der Basilica San Francesco hatten wir die einmalige Chance, die Ober- und Unterkirche mit einem Franziskanerpater als Führer zu besichtigen, der uns die Fresken von Giotto und anderen Künstlern auch in einer witzig-weltlichen Weise erklärte.

Fam. Weier: "Diese Familien-Wallfahrt war klasse. Wir fahren das nächste Mal auch mit – egal wohin." Fam. Messer: "Es sind so viele Eindrücke, dass wir sie erst einmal sortieren und verarbeiten müssen. Wir werden aber noch lange daran zehren."