Bergkapelle Hofheim

Eines der bedeutenden kulturellen Zeugnisse unserer Region. Hofheim blieb von der Pest verschont und so bauten die Bürger zum Dank 1666 eine Kapelle.

 
Der Gottesdienst zur Wallfahrt ist leider mittlerweile ausgebucht. Allen, die nicht teilnehmen können, bieten wir die Möglichkeit, live über youtube mit zu schauen und mit zu feiern.
 
Im Jahr 2016 erinnerten wir uns an das Gelöbnis zu ihrem Bau und der jährlichen Wallfahrt vor 350 Jahren. Aus diesem Grund haben die beteiligten Gemeinden eine Reihe von Veranstaltungen initiiert, die den Sinn des damaligen Versprechens verdeutlichen wollen, nämlich wie eine Gemeinschaft mit den Mitteln ihrer Zeit auf die Schrecken einer Pandemie reagiert.

Was damals die – inzwischen heilbare – Pest darstellte, lässt sich heutzutage nur unzulänglich mit der Bedrohung durch einen neuen hochansteckenden Erreger wie Ebola oder Creuzfeldt-Jakob vergleichen, weil unser medizinisches Wissen uns die Ursachen begreifbar macht. Selbst über das aktuell grassierende Corona-Virus wissen wir schon erstaunlich viel - so war innerhalb kürzester Zeit das Erbgut des Virus identifiziert. Trotzdem macht uns das wenige Wissen, was wir über die Krankheit an sich, über den Verlauf, darüber, wie wir sie behandeln können, haben doch bewusst, dass selbst unsere hochtechnisierte Wissenschaft auch an seine Grenzen kommen kann und es plötzlich keine klaren Sicherheiten mehr gibt.

Gerade was dieses Virus gesellschaftspolitisch mit uns macht, zeigt uns, dass auch wir heute nicht frei von existenziellen Ängsten sind. Da sind ja immer noch die Klimarise, wirtschaftliche Sorgen bis hin zur Bedrohung durch eine fundamentalistische Auslegung von Religion. So sind auch wir angefragt, welche Werte uns und unsere Kultur bestimmen und wie hoch wir sie schätzen. Die Bergkapelle ist ein Beispiel für eine Antwort aus dem christlichen Glauben heraus.

In der Gewissheit, dass vor Gott alle Menschen gleich sind und unsere Nächstenliebe der beste menschlich fassbare Maßstab für nachhaltiges Handeln ist, können wir uns von der damals gezeigten Solidarität auch heute inspirieren lassen. Dem historischen und religiösen Erbe unserer Vorfahren verpflichtet, ist uns neben der Bewahrung der Erinnerung die Erhaltung und Pflege der Bergkapelle und ihres Außenbereichs ein wichtiges Anliegen. Vor einigen Jahren haben zahlreiche Bürger dafür gespendet, das einsturzgefährdete Dach der Bergkapelle zu sanieren. 

Spenden-Kto. bei der Nassauischen Sparkasse
Stichwort "Bergkapelle"
IBAN: DE92 5105 0015 0200 0173 66 BIC: NASSDE55XXX
Auf Wunsch werden Spendenbescheinigungen ausgestellt.
Bei Beträgen bis 200 Euro gilt der Bankauszug als Spendenquittung.

Die Bergkapelle ist von Juni bis September von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr für interessierte Besucher und für ein persönliches Gebet geöffnet.